Beitrags-Archiv für die Kategorie 'Spinnen'

Für Richi

Samstag, 28. Februar 2009 21:01

Weiße fluffige Rolags aus Milchschafwolle

Richi, Du hast doch bald so ein Kardiertier, da willst Du die Handkarden doch gar nicht so schnell wieder haben, oder? *unschuldig flöt*

Thema: Spinnen | Kommentare (1) | Autor: Annkari

Drahtseilakt Zwirnen

Sonntag, 8. Februar 2009 13:11

Wenn ich selber spinne, ist mein Ziel meistens ein ausbalanciertes Garn, das sich verstrickt auch nach dem Waschen nicht mehr verzieht. Diese Balance zu finden ist nicht immer ganz einfach.

Direkt nach dem Spinnen sieht man den Einzelfäden noch ganz gut an, wieviel Zwirndrall sie gerne hätten: man muss sie einfach nur mit sich selbst verdrehen lassen. Leider komme ich in den seltensten Fällen dazu, frische Fäden zu verzwirnen. Dann hat sich der Drall in den Fäden schon gesetzt, und ich muss nach Gefühl zwirnen.

Früher dachte ich immer, wenn das Garn nach dem Zwirnen lose von der Spule hängt, bzw. wenn der daraus gewickelte Strang sich nicht um sich selbst dreht, habe ich ein schön balanciertes Garn. Dann habe ich viel von Abby Franquemont gelesen und gemerkt, dass das nicht immer so sein muss. (Besonders aus Ihrem Beitrag zum Thema Zwirnen habe ich viel gelernt: Plying, with video!)

Das habe ich jetzt mit meinen BFL-Resten auf der Spule ausprobiert: Die Spule lag schon einige Tage faul auf dem Couchtisch, bevor ich den Restfaden Navajo-gezwirnt habe — bewusst mit mehr Drall, als ich sonst nehmen würde. Direkt von der Spule sah das Ganze so aus:

Nicht gerade das, was man sich unter einem ausgeglichenen Faden vorstellt, oder? Dann gings rund (wir stellen uns im Hintergrund die Trainingsmontage-Musik aus Rocky vor): Erst 30 Min. in heißem Wasser und Wollwaschmittel eingeweicht, danach abwechselnd mit heißem und kalten Wasser ausgespült. Zum Abschluss den Strang noch ein paar Mal kräftig gegen die Wand geklatscht.

Wenn es z.B. Sockenwolle werden soll, muss ich die nach den Spinnen nicht wie ein rohes Ei behandeln und nur ganz vorsichtig in Regenwasser schwenken. Die soll ja schließlich nach dem Stricken einiges aushalten, da kann sie ruhig vorher schon ihr wahres Gesicht zeigen. Wer sich in dieser Phase schon als Memme heraus stellt und unter dem Druck zerbricht zerreißt, fliegt eh raus.

Der Strang hing unbeschwert eine Nacht zum Trocknen, heute sieht er so aus:

Hättet Ihr das gedacht? Ich ehrlich gesagt nicht. Der Faden hat noch einen ganz kleinen Tick zu viel Drall, der Strang hängt aber supergerade und entspannt. Bei Gelegenheit stricke ich mal eine Maschenprobe, um zu gucken, ob sich dabei was verzieht. Glaube ich aber eher nicht.

Das Garn fühlt sich übrigens trotzdem noch schön weich und fluffig an, ich bin echt beeindruckt!

Thema: Spinnen | Kommentare (6) | Autor: Annkari

Mein erstes Cablé-Garn

Donnerstag, 5. Februar 2009 17:43

Am Wochenende ist mein erstes Cablé-Garn fertig geworden, aus Bluefaced Leicester Fasern von Flawful Fibers.

Für Cablé-Garne werden die Singles erst mit extra viel Drall zu einem zweifädigen Garn verzwirnt, und dieses dann mit sich selbst noch einmal in Gegenrichtung verzwirnt. Das ergibt ein sehr stabiles und relativ dichtes Garn. Theoretisch.

Praktisch habe ich sowohl bei den Singles als auch beim ersten Zwirnen viel zuwenig Drall auf die Fasern gegeben, sodass ich am Ende beim letzten Zwirnen auch nur mit wenig Drall arbeiten konnte, sonst wäre mir die erste Zwirnung wieder auseinander gegangen. Im Endergebnis habe ich jetzt ein sehr weiches, lockeres und leichtes Garn, von der Stärke her etwas dicker als 4-fache Sockenwolle.

Leider habe ich vorm Knäuelwickeln vergessen, die Lauflänge zu bestimmen. Es kommt mir aber für ein 4-fach gezwirntes Garn ziemlich viel vor, ich würde auf 400-500 m tippen. Trotz der Fluffigkeit stricke ich daraus Socken, allein schon um zu testen, ob die wirklich so schnell kaputt gehen wie man annehmen könnte. Die Anleitung für dieses Muster gibt es kostenlos bei Hello Yarn (auf Englisch).

Von der Faser sind noch 120 g übrig, damit spinne ich gerade nochmal so ein Cablé-Garn, diesmal aber mit deutlich mehr Drall. Ich bin gespannt, wie sich die beiden Garne am Ende unterscheiden — und ob die Socken daraus unterschiedlich schnell Löcher bekommen.

Thema: Spinnen | Kommentare (3) | Autor: Annkari

Versponnene Butter

Donnerstag, 22. Januar 2009 6:11

Letztes Jahr habe ich mir bei Flawful Fibers meine ersten Bluefaced Leicester Superwash Fasern bestellt, in der Farbe Buttercream Confection.

Jetzt bin ich endlich dazu gekommen, damit ein bisschen am Spinnrad zu spielen. Die Faser ist angenehm weich und im Gegensatz zu meiner Superwash Merino gar nicht rutschig.

Die Farben sind sehr dezent und harmonieren schön miteinander. Ich habe extra keine bunteren Fasern genommen, weil ich damit ein cablé-gezwirntes Sockengarn spinnen möchte. Dabei werden die Singles erst sehr stark in eine Richtung verzwirnt, und die gezwirnten Fäden werden dann nochmal miteinander in die andere Richtung verzwirnt. Dadurch wird das Garn sehr stabil und ergibt (hoffentlich) länger haltbare Socken.

Thema: Spinnen | Kommentare (1) | Autor: Annkari

Sonata Spule gleichmäßig füllen

Montag, 18. August 2008 18:16

Huhu Conny! Guck mal, was ich bei Ravelry für einen tollen Tipp aufgeschnappt habe:

Versetzte Haken am Spinnflügel

Die Häkchen am Spinnflügel sind beim Sonata zwar nicht versetzt angebracht, aber man kann sie drehen! Jetzt zeigen sie auf einer Seite alle zu mir hin, und auf der anderen Seite von mir weg. Wenn ich jetzt zwischendurch beim Spinnen den Faden mal auf der einen und mal auf der anderen Seite entlang führe, füllt sich die Spule viel gleichmäßiger.

So sieht das dann aus, wenn 100g Merino fertig zu Laceweight Singles versponnen sind:

Uru Ocean Blue Singles 

Jetzt ist Endlos-Zwirnen angesagt … 

Thema: Spinnen, Stricken | Kommentare (5) | Autor: Annkari

Mutmachvideo für Spinnanfänger

Dienstag, 12. August 2008 17:32

Der Spinnvirus breitet sich in letzter Zeit rasant in der deutschen Strickszene aus, in immer mehr Strickblogs liest man von neuen Spindeln, SpinnrädernSpinnfasern und selbst gesponnenem Garn.

Trotzdem soll es noch hier und da Leute geben, die zwar schon infiziert sind, sich aber noch nicht so recht trauen. Gerade was das Spinnrad angeht scheint es noch Berührungsängste zu geben.

  • “Das sieht aber kompliziert aus!”
  • “Das könnte ich nie lernen!”
  • “Dazu fehlt mir die Geduld.”

So oder so ähnlich hört sich das dann an. Dabei ist das Spinnen kinderleicht! Beweisstück A – Maggie spinnt mit der Handspindel:

Beweisstück B: Richi hat vor drei Wochen das Spinnen mit der Handspindel gelernt und jetzt am Wochenende das erste Mal am Spinnrad gesessen. Die ersten Minuten sind noch etwas holperig, aber guckt Euch mal das Ende des Videos an!

[QUICKTIME http://strickmasche.de/blog_alt/wp-content/audio/richi-lernt-spinnen.mov 320 240]

(Sorry für den abgeschnittenen Kopf, Chra!)

Thema: Spinnen | Kommentare (4) | Autor: Annkari

Fasern aus Übersee

Dienstag, 29. Juli 2008 18:15

Guckt mal, was mir der Postbote gebracht hat, Spinnfasern von All Spun Up:

Superwash Merino von All Spun Up

125 g handgefärbter Kammzug aus Superwash Merino. Ich bin schon total gespannt, wie die Farben später auf der Spule aussehen! Daraus soll dreifädige Sockenwolle werden, wahrscheinlich Luftmaschen-gezwirnt (“Navajo-Ply”).

Das war mein allererster Etsy-Einkauf, und ich bin begeistert! Die Seiten sind viel leichter und schneller zu navigieren als bei eBay, und die Atmosphäre unter den Handarbeitsleuten ist auch viel entspannter. Schon am Tag der Bestellung hatte ich direkt netten E-Mail-Kontakt mit Kristin von All Spun Up, und eine Woche später lag die Wolle schon im Briefkasten.

Jetzt muss ich schnell mein blaues Lacegarn fertig spinnen … oder neue Spulen kaufen.

Thema: Spinnen | Kommentare (2) | Autor: Annkari