Beitrags-Archiv für die Kategorie 'Spinnen'

Mal was anderes als UFOs

Freitag, 22. Januar 2010 22:31

Nebenbei spinne ich auch noch: zum Beispiel superwash Merino von Shunklies auf meiner Bosworth Mini Spindel. Ich hab den Kammzug längs in vier Streifen geteilt und spinne möglichst dünne Fäden für ein 4-fädiges Farbverlaufsgarn.

Spindel mit rosa Singles

Thema: Spinnen | Kommentare (3) | Autor: Annkari

Faserfimmel: Spinnfasern von Shunklies

Mittwoch, 16. Dezember 2009 7:35

Diese Spinnviren erwischen einen auch überall, wenn man nicht aufpasst! Neulich ein bisschen bei Monika im Blog gestöbert, und dabei über die kesselgefärbten Shetland-Fasern von Shunklies gestolpert. Oh, die sind aber schön … Und zack, hatte ich drei Flauschzöpfe im Etsy-Warenkorb.

Eine Woche später waren sie dann schon hier — Lavendelsäckchen, Teebeutel und Schafpostkarte inklusive:

Bunter Faserflausch von Shunklies

Vorne Merino superwash, dahinter zweimal Shetland Humbug. Den Merinoflausch habe ich schon angefangen mit meiner mini Bossie zu Sockengarn zu verspinnen. Mit dem Shetland will ich am Spinnrad den langen Auszug üben.

ShunkliesAußer Spinnfasern gibts bei Shunklies auch noch handgesponnene und kommerzielle Garne, handgestrickte Accessoires und Dekostücke, stoffbespannte Knöpfe und allerlei nette Kleinigkeiten. Der Etsy-Shop sitzt in UK, die Versandkosten halten sich also in Grenzen. Den Service kann ich wärmstens empfehlen: Der Versand ging schnell, alles war einzeln wasserdicht verpackt, und die duftenden Sachen steckten auch nochmal in einem eigenen Plastiktütchen, damit der Geruch sich nicht auf die Fasern überträgt.

Thema: Shop-Reviews, Spinnen | Kommentare (0) | Autor: Annkari

Meine ersten Bossies!

Samstag, 12. Dezember 2009 16:59

Wer sich ein wenig in den Ravelry Spinnforen umguckt, kommt nicht an den Handspindeln von Bosworth vorbei. Die fand ich schon immer wunderschön, war mir aber nicht sicher, ob ich wirklich noch mehr Spindeln brauche. Neulich hatte ich endlich die passende Ausrede: Fast alle meine Spindeln waren an Neu-Spinnerte verliehen, und Abby Franquemonts Respect the Spindle war zu mir unterwegs. Da mussten natürlich dringend neue Spindeln her …

Ungeduldig wie ich nunmal bin, habe ich mir direkt welche von den sofort lieferbaren Spindeln mit Standardschäften aus Birkenholz ausgesucht: eine “Midi” mit Wirtel aus Morado (im Foto unten links) und eine “Mini” mit Wirtel aus Red Cedar (rechts).

Zwei Spindeln von Bosworth

Die beiden habe ich am Montag bestellt, und am Samstag waren sie schon hier! Direkt nach der Bestellung hatte ich sehr netten E-Mail-Kontakt mit Sheila (die übrigens alle Spindeln selbst probespinnt, bevor sie verschickt werden), und ich konnte mit dem Bezahlen sogar warten, bis die Spindeln angekommen waren. Exzellenter Kundenservice!

Unterseite der Spindelwirtel, mit Etiketten

Seht ihr den kleinen Messingknopf auf der Unterseite? Der ist zum Ausbalancieren der Spindel da. Die Spindeln laufen wirklich unglaublich rund — und schnell wie der Wind, vor allem die kleine.

Die “Mini” wiegt 16 g und spinnt ganz feines Laceweight, die “Midi” wiegt 37 g und mag auch einen etwas dickeren Faden spinnen.

Ich bin hin und weg von den Spindeln — das war bestimmt nicht meine letzte Bestellung bei Journey Wheel.

Thema: Shop-Reviews, Spinnen | Kommentare (1) | Autor: Annkari

Was machst Du eigentlich aus deiner selbst gesponnenen Wolle?

Mittwoch, 2. Dezember 2009 23:55

Diese Frage kam neulich bei einem Bekannten auf. Zuerst habe ich gar nicht verstanden, was er von mir wollte: so sehr unterscheidet sich handgesponnenes nämlich gar nicht von kommerziellem Garn — bei beiden sollte man möglichst ein passendes Projekt auswählen, und nicht z.B. Socken aus Wolle mit eingesponnenen Pailleten stricken. (Nicht, dass ich was gegen Glitzersocken hätte, aber an den Füßen stelle ich mir das dann doch eher unbequem vor.)

Beim Selber-Spinnen kann ich sogar noch einen Schritt weiter gehen, und mir für ein geplantes Projekt ganz gezielt das Garn spinnen, das dafür am Besten geeignet ist: glatt und strapazierfähig für Socken, leicht und flauschig für Pullover, dünn und reißfest für Lace usw.

Ich benutze meine Garne auch nicht nur fürs Stricken oder Häkeln, im Gegenteil: überall wo Schnüre gebraucht werden, kommen hier immer wieder Reste oder Proben von Spinnprojekten zum Einsatz: als Paketschnur, Dekoschleife auf Geschenken, zum Festbinden wackliger Kratzbäume an Regalen, zum Basteln von Schlüsselanhängern, …

Das meiste wird aber schon zum Handarbeiten benutzt, ich hab mal ein paar Beispiele rausgesucht:

Merino/Seide

Merino-Seide-Gemisch, mit langem Auszug am Spinnrad gesponnen und dreifach verzwirnt: ein weiches, dichtes Tweedgarn für Mütze, Handschuhe und Schal.

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Socken

Blue Faced Leicester superwash, mit kurzem Auszug gesponnen, doppelt verzwirnt (cable yarn): ein dünnes, strapazierfähiges Garn für Mustersocken.

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Uro Merino Laceweight

Merino, mit viel Mühe so dünn gesponnen wie möglich, zweifach gezwirnt: Laceweight mit langsamen Farbwechseln für ein Lochmustertuch.

Was macht Ihr eigentlich mit Eurem handgesponnenen Garn?

Thema: Spinnen | Kommentare (1) | Autor: Annkari

Spin Off Summer 2009

Montag, 15. Juni 2009 6:47

Spin Off Summer 2009 CoverDie neue Spin Off kam am Wochenende in den Briefkasten geflattert. Auch wenn ich schon länger nicht mehr am Spinnrad gesessen habe, lese ich die Artikel über verschiedene Spinntechniken, Faserarten und Buchrezensionen immer gern.

Besonders interessant finde ich in dieser Ausgabe den Artikel Spinning Medium Yarns von Carol Huebscher Rhoades. Darin beschreibt sie, was man bei der Auswahl von Spinnfasern, Faservorbereitung und nicht zuletzt beim Spinnen selbst beachten kann, um ein Garn in der gewünschten Stärke für ein bestimmtes Projekt zu spinnen.

Genau wie beim Stricken kommt man auch beim Spinnen ums Ausprobieren nicht herum: Kleine Spinnproben am Anfang, zum Vergleich mit gekauftem Garn, oder um Maschenprobem für das geplante Projekt zu stricken, helfen auf Dauer ungemein, um am Ende das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Außerdem mag ich solche Pröbchen gern aufheben, um meine Spinnfortschritte zu dokumentieren und um bei späteren ähnlichen Spinnprojekten einen Vergleich zu haben.

Thema: Spinnen | Kommentare (4) | Autor: Annkari

Für Richi

Samstag, 28. Februar 2009 21:01

Weiße fluffige Rolags aus Milchschafwolle

Richi, Du hast doch bald so ein Kardiertier, da willst Du die Handkarden doch gar nicht so schnell wieder haben, oder? *unschuldig flöt*

Thema: Spinnen | Kommentare (1) | Autor: Annkari

Drahtseilakt Zwirnen

Sonntag, 8. Februar 2009 13:11

Wenn ich selber spinne, ist mein Ziel meistens ein ausbalanciertes Garn, das sich verstrickt auch nach dem Waschen nicht mehr verzieht. Diese Balance zu finden ist nicht immer ganz einfach.

Direkt nach dem Spinnen sieht man den Einzelfäden noch ganz gut an, wieviel Zwirndrall sie gerne hätten: man muss sie einfach nur mit sich selbst verdrehen lassen. Leider komme ich in den seltensten Fällen dazu, frische Fäden zu verzwirnen. Dann hat sich der Drall in den Fäden schon gesetzt, und ich muss nach Gefühl zwirnen.

Früher dachte ich immer, wenn das Garn nach dem Zwirnen lose von der Spule hängt, bzw. wenn der daraus gewickelte Strang sich nicht um sich selbst dreht, habe ich ein schön balanciertes Garn. Dann habe ich viel von Abby Franquemont gelesen und gemerkt, dass das nicht immer so sein muss. (Besonders aus Ihrem Beitrag zum Thema Zwirnen habe ich viel gelernt: Plying, with video!)

Das habe ich jetzt mit meinen BFL-Resten auf der Spule ausprobiert: Die Spule lag schon einige Tage faul auf dem Couchtisch, bevor ich den Restfaden Navajo-gezwirnt habe — bewusst mit mehr Drall, als ich sonst nehmen würde. Direkt von der Spule sah das Ganze so aus:

Nicht gerade das, was man sich unter einem ausgeglichenen Faden vorstellt, oder? Dann gings rund (wir stellen uns im Hintergrund die Trainingsmontage-Musik aus Rocky vor): Erst 30 Min. in heißem Wasser und Wollwaschmittel eingeweicht, danach abwechselnd mit heißem und kalten Wasser ausgespült. Zum Abschluss den Strang noch ein paar Mal kräftig gegen die Wand geklatscht.

Wenn es z.B. Sockenwolle werden soll, muss ich die nach den Spinnen nicht wie ein rohes Ei behandeln und nur ganz vorsichtig in Regenwasser schwenken. Die soll ja schließlich nach dem Stricken einiges aushalten, da kann sie ruhig vorher schon ihr wahres Gesicht zeigen. Wer sich in dieser Phase schon als Memme heraus stellt und unter dem Druck zerbricht zerreißt, fliegt eh raus.

Der Strang hing unbeschwert eine Nacht zum Trocknen, heute sieht er so aus:

Hättet Ihr das gedacht? Ich ehrlich gesagt nicht. Der Faden hat noch einen ganz kleinen Tick zu viel Drall, der Strang hängt aber supergerade und entspannt. Bei Gelegenheit stricke ich mal eine Maschenprobe, um zu gucken, ob sich dabei was verzieht. Glaube ich aber eher nicht.

Das Garn fühlt sich übrigens trotzdem noch schön weich und fluffig an, ich bin echt beeindruckt!

Thema: Spinnen | Kommentare (6) | Autor: Annkari