Beitrags-Archiv für die Kategorie 'FO (Fertiges)'

Bel Air

Sonntag, 20. November 2011 15:50

Haltet Euch fest: Ich habe es tatsächlich geschafft, einen Pullover rechtzeitig zur kalten Jahreszeit fertig zu stricken!

Und dabei ist das noch nichtmal einer, den ich schon vor Jahren angefangen hatte und jetzt nur noch zusammen nähen musste oder so. Nein, nein, den Bel Air habe ich am 17. September 2011 angeschlagen, und zwei Monate später ist er fertig — trotz Nadelstärke 3mm und ewig viel Glatt-rechts-Gestricke (nur das Vorderteil hat ein Muster).

Die englischsprachige Anleitung für diesen Pullover stammt von Anne Hanson; ihr könnt sie auf Ravelry oder direkt auf der Webseite von Knitspot für $8 kaufen. Wie auch schon bei Leaving ist die Anleitung klar gegliedert und leicht verständlich formuliert. Es gibt Fotos und Schemazeichnungen vom fertigen Pullover sowie ein Chart für das Lochmuster vorne. Das ist übrigens sehr leicht zu stricken, nach ein paar Mustersätzen brauchte ich die Vorlage schon gar nicht mehr.

Das Garn ist Wollmeise 100% Merino in der Farbe “Maus, jung”, die ich mehrere Stunden nach einem Update noch auf der Shopseite entdeckt hatte. Insgesamt sind 450g in dem Pulli, also drei Stränge. Für kleinere Größen kommt ihr sicher auch mit weniger aus. Die Anleitung gibt es in sieben verschiedenen Größen von XS bis 3X, mein Pullover hat die Größe L.

Im Wesentlichen habe ich mich an die Anleitung gehalten, bloß ein paar verkürzte Reihen und einige Maschen zwischen den Mustersätzen habe ich eingefügt, damit’s über dem Busen nicht so spannt. Im Nachhinein würde ich die vertikalen Extra-Maschen wohl eher gleichmäßig verteilen, anstatt sie alle an einer Stelle einzusetzen, aber dafür ribbel ich das Vorderteil jetzt nicht nochmal auf.

Insgesamt bin ich sowohl mit der Anleitung, dem Garn und vor allem dem fertigen Pullover sehr zufrieden.

Thema: FO (Fertiges), Stricken | Kommentare (2) | Autor: Annkari

Simmer Dim

Dienstag, 16. August 2011 18:02

So schnell habe ich schon lange nichts mehr fertig gestrickt: Am Freitag Abend habe ich ein neues Tuch angeschlagen weil meine ganzen UFOs mir zu blöd waren, und am Montag lag das Ding fertig gespannt auf dem Esszimmertisch. o.O

Das Garn dazu hat eine lange und wundersame Wandlung hinter sich, es kam nämlich ursprünglich als handgefärbte Merinowolle in knallbunten Farben zu mir.

Was man auf dem Foto nicht erkennt: dieses Kanarienvogelgelb machte den größten Anteil der Farbe aus, und gelb ist nun so gar nicht meine Farbe. Beim Spinnen war ich dann auch nie so richtig mit dem Farbverlauf zufrieden, und die Fasern sind erstmal nach ganz unten in die Spinnkiste gewandert.

Zum Glück gibt es aber die Richi und ihre tolle Kardiermaschine, sodass ich die Farben neu zusammenmischen konnte.

Aus den etwa 100g, die ich zu diesem Zeitpunkt noch übrig hatte, habe ich zwei neue batts kardiert, ein gelb-grünes, und eins das mehr in herbstlich-braune geht. Versponnen habe ich das Ganze im langen Auszug am Spinnrad, um noch möglichst viel Lauflänge heraus zu holen. Zum Zwirnen mit der Handspindel habe ich mir dann hübsche Zwirnknäule gewickelt.

Mit der Spindel habe ich gezwirnt, um schneller richtig viel Zwirndrall auf das Garn geben zu können. Die fluffigen Einzelfäden wirkten nämlich recht zebrechlich, und irgendwo muss das Garn ja am Ende seinen Halt herbekommen.

Ich weiß nicht mehr genau, zu welcher Jahreszeit ich das gezwirnt habe. Um irgendeinen Feiertag herum war das, aber welcher bloß?

Frisch von der Spindel und mit so viel Drall sah das Garn natürlich erstmal merkwürdig aus:

Nach einem heißen Wasserbad war aber alles wieder gut und das Garn hätte sich ganz normal verstricken lassen. Wenn ich denn eine passende Anleitung dafür gefunden hätte! Wo ich nun schon soviel Arbeit da rein gesteckt hatte, wollte ich nicht einfach das erstbeste Tuchmuster nehmen, und so besonders viel Garn war es ja ohnehin nicht. Also lagen auch die fertigen Stränge erstmal eine ganze Weile lang unten in einer dunklen Kiste und machten sich langsam schon Sorgen, ob ich sie wohl ganz und gar vergessen hätte.

Bis ich eben am oben erwähnten Freitag endlich mal wieder was neues schönes tolles stricken wollte und mir kurz entschlossen die Anleitung für Simmer Dim von Gudrun Johnston gekauft und direkt losgestrickt hab.

Ich weiß nicht wieso, aber ich hatte ganz vergessen, wieviel Spaß das Stricken machen kann, wenn alles zusammenpasst: schönes Garn, das sich toll anfühlt; Farben, die miteinander harmonieren und das Muster gut zur Geltung bringen; eine gut geschriebene und leicht zu befolgende Anleitung und nicht zuletzt ein verregnetes Wochenende auf dem Sofa.

Das Muster ist super einfach zu stricken und trotzdem interessant genug, dass man sich dabei nicht langweilt. Bloß der Abkettrand mit den ewig vielen Picots zieht sich ein bisschen lang hin, aber irgendwas ist ja immer.

Das Tuch trägt sich wunderbar leicht und kuschlig, und ich habe die Freude am Stricken endlich wiederentdeckt. Das nächste Projekt ist auch schon auf den Nadeln, mehr dazu in den nächsten Tagen.

Thema: FO (Fertiges), Stricken | Kommentare (10) | Autor: Annkari

Wollige Wärme

Sonntag, 27. Februar 2011 12:40

Bisher fand ich Wärmflaschen irgendwie ungemütlich und habe lieber selbstgenähte Dinkelkissen zum Aufwärmen an kalten Tagen benutzt. Mit so einem wollig weichen Überzug könnte ich mir das eventuell nochmal anders überlegen:

Die Anleitung dafür nennt sich Toasty Cozy und ist als kostenloses PDF (auf Englisch) zu haben. Ein paar kleine Fehler und Unklarheiten sind leider drin, einem blutigen Strickanfänger würde ich die Anleitung also nicht empfehlen.

Das Garn ist organic pure chunky von Rico Design, ein dickes unverzwirntes Garn aus reiner Schurwolle. Das Garn gibt es in sechs verschiedenen Naturtönen, meins ist ein mittleres Grau (Farbe 005) mit leichten helleren und dunkleren Grauschattierungen. Das Zopfmuster kommt ganz gut zur Geltung; ich bin gespannt, ob das Garn mit der Zeit pillt.

Weil ich keine passende Rundnadel hatte, habe ich mir ein Nadelspiel aus Acryl von KnitPro besorgt, in knallpink:

Damit strickt es sich erstaunlich gut: die Spitzen laufen schön spitz zu, das hat das Verzopfen erleichtert, und die Nadeln sind recht glatt, da ließ sich auch die dicke Wolle leicht hin- und herschieben. Und natürlich sind die Nadeln viel leichter als vergleichbare Nadeln aus Holz oder Metall (bei Bambus bin ich mir nicht sicher).

Die Nadeln heißen Spectral Flair Acryl, sie sind 20 cm lang und in Größen von 5 mm bis 12 mm erhältlich.

Toasty Cozy
32 cm x 20 cm, passt über eine 2l Wärmflasche
organic pure chunky
005 (mittelgrau)
5,5 mm
knapp 100 g
8,80€

Thema: FO (Fertiges), Stricken | Kommentare (4) | Autor: Annkari

Schlichter Schal

Samstag, 5. Februar 2011 16:16

Letztes Jahr im Juli sind wir umgezogen, und das erste Möbelstück in der neuen Wohnung war natürlich ein Spinnrad:

Spinnrad mit Stuhl und Spinnfaser davor in leerem Zimmer

Das hat mir während der stressigen Phasen mehr als einmal den Verstand gerettet — ohne meine 15-minütigen Spinnpausen wäre ich bestimmt öfter mal die Wände hochgegangen. Dabei war es sicher auch sehr hilfreich, dass sich die Merinofasern von Dornröschen-Wolle so schön leicht verspinnen ließen. Die hatte ich auf dem Spinntreffen in Nordenham gekauft, weil mir die Farben sofort ins Auge gesprungen waren.

Um den Farbverlauf zu erhalten habe ich den Faden Luftmaschen-gezwirnt (navajo-ply), dabei ist ein wunderbar weiches Garn herausgekommen:

Das Garn habe ich dann direkt im Anschluss zu einem ganz schlichten Schal verstrickt:

Das war dann auch das erste fertig gestrickte Teil in der neuen Wohnung, bloß hatten wir da noch keinen vernünftigen Internetanschluss und ich bin kaum zum Bloggen gekommen. Wird dieses Jahr aber alles nachgeholt, versprochen.

kraus rechts gestricktes Rechteck :D
130 cm x 15 cm
Handgefärbte Merinowolle im Kammzug von Dornröschen Wolle
selbst gesponnen, 3-fädig gezwirnt
606 (orange/rot/lila)
3,5 oder 4 mm, weiß ich nicht mehr so genau
ca. 100 g
9,00€

Thema: FO (Fertiges), Spinnen, Stricken | Kommentare (0) | Autor: Annkari

Warme Füße zu Weihnachten

Donnerstag, 27. Januar 2011 20:23

Für Stricker sind Leute mit chronisch kalten Füßen kein Grund zum Mitleid, sondern eine Herausforderung. Deshalb hatte ich für eine gewisse fußkalte Dame bereits im April ein Paar Socken gestrickt, von denen leider nur dieses fürchterliche Blitzlichtfoto existiert:

Gestrickt nach der Anleitung Kai-Mei aus dem Buch Sock Innovation von Cookie A. Das mit dem Lochmuster war in Anbetracht der Problemlage vermutlich keine besonders gute Idee. Dazu kommt, dass die Socken etwas zu groß  geraten sind (passiert mir immer noch viel zu oft). Das Garn ist handgefärbte Rewollutionswolle aus dem Frankfurter Laden Rewollution, der mittlerweile leider geschlossen ist (den Online-Shop gibts aber noch).

Zu Weihnachten dann ein neuer Versuch, diesmal mit Kniestrümpfen. Die Anleitung stammt aus dem Buch Knitting Vintage Socks von Nancy Bush und nennt sich umständlich Cycling or Golf Stockings with Fancy Cuff in Trellis Pattern.

Nachdem ich mir die Projekte zu dieser Anleitung auf Ravelry angesehen hatte, war klar, dass ich das Muster oben direkt ansetzen und nicht zum Umschlagen stricken würde. Erstens, weil ich mir nicht ganz sicher war, ob ich mit einem Strang Wolle auskommen würde (eine Sorge, die sich später als unbegründet herausgestellt hat), und zweitens, weil ich Schiss hatte, dass die Socken sonst oben zu eng werden würden. Wurde die erste Socke trotzdem, weshalb ich den ganzen Mustersatz abtrennen, neu stricken und wieder ansetzen durfte. Ich habe viel und farbig geflucht vor Weihnachten.

Auch diese Socken sind ein bisschen groß geraten, und sie rutschen. Dafür sind sie aber laut Auskunft der oben erwähnten Dame herrlich warm und werden nicht wieder herausgerückt, um Experimente mit Gummifäden o.ä. zwecks Erhöhung der Rutschfestigkeit zu unternehmen.

Das Garn ist Wollmeise, ein Strang 80/20 Twin We’re Different (vermutlich Mistelzweig) und Reste von 100% Merino Superwash in Brombeere. Der eine Strang in grün hat locker für die Kniestrümpfe (inklusive neu stricken des Musterteils) gereicht.

Merkliste fürs nächste Mal:

  • Kniestrümpfe > Socken
  • Socken kleiner stricken
  • kein Lochmuster
  • kein verflixtes Mehrfarbenstricken
  • Günters Größe 39 != anderer Leute Größe 39

Thema: FO (Fertiges), Stricken | Kommentare (5) | Autor: Annkari

Weihnachtsbaum

Dienstag, 21. Dezember 2010 13:12

Wegen der Stubentiger haben wir keinen Weihnachtsbaum, der würde innerhalb kürzester Zeit vermutlich so aussehen:

So ganz ohne Baum geht es dann aber doch nicht, deshalb steht im Wohnzimmer jetzt diese Mini-Variante:

Mini-Weihnachtsbaum aus gehäkeltem grünen Garn, um eine Konenform gewickelt und mit bunten Perlen dekoriert

Gebastelt nach Heathers Anleitung auf Seams of Life. Die Holzperlen habe ich gleich beim Häkeln mit eingearbeitet, und am Ende noch einen Haufen Rocailles aufgefädelt und drumherum drapiert.

Euch allen geruhsame Feiertage und einen guten Rutsch!

Thema: FO (Fertiges), Häkeln | Kommentare (4) | Autor: Annkari

Tücher

Sonntag, 17. Oktober 2010 15:41

Heute haben wir das schöne Wetter genutzt und einen Herbstspaziergang in der neuen Nachbarschaft gemacht. Dabei herausgekommen sind auch ein paar Fotos von den Tüchern, die in den letzten Wochen fertig geworden sind.

Haruni

Haruni von Emily Ross
Wollmeise 80/20 Twin
We’re different Sabrina (türkis)
3 mm
ca. 130 g
17,50€

 

Revontuli

Revontuli von AnneM
Noro Kureyon Sock
S236 (grün/braun/grau/blau)
4 mm
ca. 95 g
14,95€

 

Das letzte Tuch wollte sich partout nicht vernünftig allein fotografieren lassen, ist wohl etwas kamerascheu:

Gail

Gail (aka Nightsongs) von Jane Araujo
Das Schneeschaf MariSilk
Annkari (grün)
4 mm
ca. 90 g

 

Thema: FO (Fertiges) | Kommentare (7) | Autor: Annkari