Strickstücke spannen
Sonntag, 28. November 2010 21:19
Wenn ich erzähle, dass ich Pulloverteile vorm Zusammennähen spanne, ernte ich oft verwirrte Blicke: So viel Aufwand, wozu bloß?
Ich gebe zu, früher habe ich auch oft einfach die Einzelteile direkt von der Nadel weg zusammen genäht. Aber so ein kurzes Bad in warmem Wasser und ein bisschen In-Form-Ziehen vor dem Nähen kann schon einen großen Unterschied machen. So sehen z.B. die Ärmel für meine Leaving-Jacke aus, links frisch nach dem Abketten, rechts in Form gespannt:
Für mich sprechen im Wesentlichen drei Gründe für das Spannen:
1. Die Ränder rollen sich nicht ein und machen mir beim Nähen nicht das Leben schwer.
2. Es gibt keine bösen Überraschungen, wenn der fertige Pullover gewaschen wird (manche Teile wachsen im Wasser ja doch um einiges, auch wenn das bei der Maschenprobe vielleicht nicht so aufgefallen ist).
3. Die Teile werden beim Spannen schon auf die Größe aus der Anleitung gebracht, dann passt das fertige Stück hinterher auch. Oder ich merke schon beim Spannen, wenn ich mich bei der MaPro grob vertan hab und das Teil doch zu groß oder klein geworden sein sollte.
Thema: Stricken | Kommentare (2) | Autor: Annkari



