Was machst Du eigentlich aus deiner selbst gesponnenen Wolle?

Diese Frage kam neulich bei einem Bekannten auf. Zuerst habe ich gar nicht verstanden, was er von mir wollte: so sehr unterscheidet sich handgesponnenes nämlich gar nicht von kommerziellem Garn — bei beiden sollte man möglichst ein passendes Projekt auswählen, und nicht z.B. Socken aus Wolle mit eingesponnenen Pailleten stricken. (Nicht, dass ich was gegen Glitzersocken hätte, aber an den Füßen stelle ich mir das dann doch eher unbequem vor.)

Beim Selber-Spinnen kann ich sogar noch einen Schritt weiter gehen, und mir für ein geplantes Projekt ganz gezielt das Garn spinnen, das dafür am Besten geeignet ist: glatt und strapazierfähig für Socken, leicht und flauschig für Pullover, dünn und reißfest für Lace usw.

Ich benutze meine Garne auch nicht nur fürs Stricken oder Häkeln, im Gegenteil: überall wo Schnüre gebraucht werden, kommen hier immer wieder Reste oder Proben von Spinnprojekten zum Einsatz: als Paketschnur, Dekoschleife auf Geschenken, zum Festbinden wackliger Kratzbäume an Regalen, zum Basteln von Schlüsselanhängern, …

Das meiste wird aber schon zum Handarbeiten benutzt, ich hab mal ein paar Beispiele rausgesucht:

Merino/Seide

Merino-Seide-Gemisch, mit langem Auszug am Spinnrad gesponnen und dreifach verzwirnt: ein weiches, dichtes Tweedgarn für Mütze, Handschuhe und Schal.

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Socken

Blue Faced Leicester superwash, mit kurzem Auszug gesponnen, doppelt verzwirnt (cable yarn): ein dünnes, strapazierfähiges Garn für Mustersocken.

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Uro Merino Laceweight

Merino, mit viel Mühe so dünn gesponnen wie möglich, zweifach gezwirnt: Laceweight mit langsamen Farbwechseln für ein Lochmustertuch.

Was macht Ihr eigentlich mit Eurem handgesponnenen Garn?

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Autor: Annkari
Datum: Mittwoch, 2. Dezember 2009 23:55
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Ein Kommentar

  1. 1

    Ich stelle fest, dass ich bisher aus Selbstgesponnenem fast nur Tücher und Socken gestrickt oder in Arbeit habe. Sowas, das erstaunt mich doch.

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