Mein erstes Cablé-Garn
Am Wochenende ist mein erstes Cablé-Garn fertig geworden, aus Bluefaced Leicester Fasern von Flawful Fibers.
Für Cablé-Garne werden die Singles erst mit extra viel Drall zu einem zweifädigen Garn verzwirnt, und dieses dann mit sich selbst noch einmal in Gegenrichtung verzwirnt. Das ergibt ein sehr stabiles und relativ dichtes Garn. Theoretisch.
Praktisch habe ich sowohl bei den Singles als auch beim ersten Zwirnen viel zuwenig Drall auf die Fasern gegeben, sodass ich am Ende beim letzten Zwirnen auch nur mit wenig Drall arbeiten konnte, sonst wäre mir die erste Zwirnung wieder auseinander gegangen. Im Endergebnis habe ich jetzt ein sehr weiches, lockeres und leichtes Garn, von der Stärke her etwas dicker als 4-fache Sockenwolle.
Leider habe ich vorm Knäuelwickeln vergessen, die Lauflänge zu bestimmen. Es kommt mir aber für ein 4-fach gezwirntes Garn ziemlich viel vor, ich würde auf 400-500 m tippen. Trotz der Fluffigkeit stricke ich daraus Socken, allein schon um zu testen, ob die wirklich so schnell kaputt gehen wie man annehmen könnte. Die Anleitung für dieses Muster gibt es kostenlos bei Hello Yarn (auf Englisch).
Von der Faser sind noch 120 g übrig, damit spinne ich gerade nochmal so ein Cablé-Garn, diesmal aber mit deutlich mehr Drall. Ich bin gespannt, wie sich die beiden Garne am Ende unterscheiden — und ob die Socken daraus unterschiedlich schnell Löcher bekommen.




Donnerstag, 5. Februar 2009 20:23
es sieht aber ganz normal fluffig aus, sehr schön
Und zu doll darf der Drall ja auch nicht sein, weil sich das sonst richtig hart- brettig anfühlt. Ich meine, dass es ja auch bloß auf die Oberflächenverteilung ankommt
Donnerstag, 5. Februar 2009 21:16
Hallo Annkari …
also das sieht schon so weich aus auf dem Foto – da möchte man gern reingreifen. Wünsche dir viel Spaß beim Stricken und Testen!
LG; Anja
Freitag, 6. Februar 2009 14:27
Klasse! Bisher wusste ich gar nicht, wie man Cable herstellt! Werde es demnächst auch mal probieren! LG Ingrid