Die nächste, bitte!

NummernzettelBei uns im Wollgeschäft kann man sich auch Wolle zurück legen lassen. Die Kunden bekommen dann einen Zettel mit einer Nummer mit, so ähnlich wie die Wartezettel in der Fleischerei (gibt’s die überhaupt noch?). Die zurück gelegte Wolle hat die gleiche Nummer. So können wir sie schnell finden, wenn sie abgeholt werden soll.

So weit, so gut. Blöd ist es nur, wenn Kunden ihre Zettel verlieren oder zu Hause vergessen. Dann kann die Sucherei ziemlich lange dauern. Vor allem, weil sich erstaunlich wenige Kunden daran erinnern, welche Wolle sie eigentlich gerade verarbeiten. Dass man sich den Namen nicht merkt, kann ich ja noch verstehen. Aber oft wissen die Kunden nicht einmal mehr, welche Farbe die Wolle hatte, ob sie einfarbig oder mehrfarbig war, dick oder dünn, zwei oder zwanzig Knäule. Stricken die alle mit geschlossenen Augen?

Ein Bekannter hat vorgeschlagen, die Wolle doch lieber auf den Namen der Kunden zurück zu legen. Den eigenen Namen, so sein Argument, vergäße man schließlich nicht.

Ha! Aus leidgeprüfter Erfahrung im Buchhandel kann ich sagen: Ihr würdet es nicht glauben! Das Buch ist nicht zu finden? Hmm, vielleicht war das Buch gar nicht auf den eigenen Namen bestellt, sondern auf den des Ex-Manns. Oder der Schwiegermutter. Oder der Schwester des Schwipp-Schwagers. Oder Nachbars Lumpi. Oder doch bei der Buchhandlung um die Ecke?

Auch keine perfekte Lösung also. Vielleicht sollten wir die Nummern auf Geldscheine schreiben, damit die Kunden sie nicht so leicht verlieren? Aber dann werden sie vermutlich aus Versehen ausgegeben. Oder wir hängen sie an so große, schwere Holzklötze, wie in manchen Hotels die Schlüssel. Die gehen bestimmt auch nicht so schnell verloren. Fällt Euch noch was ein?

Tags »

Autor: Annkari
Datum: Freitag, 24. November 2006 5:00
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: im Wollgeschäft

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

6 Kommentare

  1. 1

    Wir haben ein ähnliches System bei unseren Weihnachtsbestellung, übrigens in der Fleischerei… und haben zusätzlich eine Kladde, wo die Nummer und der Name eingetragen wird. Bei Dir würde ich noch das Datum des Zurücklegetages dazu schreiben. So kann man dann doch noch mal nachblättern.
    Liebe Grüße
    Britta

  2. 2

    Einfach den Zettel an der Kundenstirn befestigen wäre mein Vorschlag (Tacker? Heißklebepistole? Blue Tack?). Das wäre doch auch hübsch, um Kontakte zwischen den Kunden zu stiften – die erkennen sich dann ja auf Anhieb….*ggg*
    Bunte Zettel wären dann eine Idee, passend zu Teint und/oder Garderobe…ist gut, ich hör schon auf.

    Sarkastisch grüßt

    Vivi
    (die beim Februar-Zugsocking in HH/im Café Koppel neben dir saß, weißte noch?)

  3. 3

    Möglicherweise eine Verlosung ;-) wer sich noch genau erinnert oder seinen Zettel noch hat, kann was gewinnen? Oder ein Digifoto der Kundin mit der Wolle beim zurücklegen? Oder ein Zettel mit dem geplanten Modell zur zurückgelegten Wolle?
    Aber gegen die Vergesslichkeit kann man nicht viel machen :-)
    LG Iris ine

  4. 4

    Hm… Der LYS ruft mich an, sobald die ersehnte Wolle dort ankommt… Daher schreibt der LYS wohl Woll-Eigenschaften, Name und Telefonnummer in das grosse, schwarze, allwissende Wollbestell-Buch, hm, könnte auch ein Wollbestell-Kalender sein. Aber bestellte Wolle länger als nötig im LYS lassen? Niemals!

    Verblüffte Grüsse von der

    Garnprinzessin

  5. 5

    Da hilft nur eins – tätowieren! Wenn der Kunde die Ware dann geholt hat, kann man’s ja wieder abschleifen (oder einfach druchstreichen)…*ggg*

    Kopfschüttelnde Grüße

    Tina *die bei dieser Methode kein freies Fleckchen Haut mehr hätte*

  6. 6

    Ihr habt ja tolle Ideen! *lautlach*

    Und Vivi: klar erinnere ich mich! Hat viel Spaß gemacht, das Zugsocking. :D

Kommentar abgeben