10 Tipps zum Lesen von Strickanleitungen
Mittwoch, 28. Juni 2006 13:01
Du bist Strickanfänger und wagst dich nicht an komplizierte Strickanleitungen heran? Die ganzen Abkürzungen und zu klein gedruckten Diagramme schrecken dich ab?
Dann helfen dir die folgenden 10 Tipps weiter:
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Vor dem Stricken die gesamte Anleitung in Ruhe durchlesen. In vielen Anleitung kommen Stellen wie diese vor: “Für den Armausschnitt 3x 2 Maschen in jeder zweiten Reihe abketten, und dabei gleichzeitig für den Halsausschnitt die mittleren 3 Maschen abketten [...]“. Wenn man die Anleitung nur Zeile für Zeile liest, übersieht man diese “dabei gleichzeitig” Anweisungen gerne, und muss dann später wieder aufribbeln.
Deshalb ist es wichtig, die gesamte Anleitung einmal gelesen zu haben, auch um eventuelle Unklarheiten vorher zu klären.
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Alle benötigten Materialien vor dem Stricken besorgen: Garn, Strick-, Häkel- und Nähnadeln, Knöpfe, Reißverschluss etc. Nichts ist ärgerlicher, als abends gemütlich mit dem Strickzeug im Sessel zu sitzen, und plötzlich nicht weiter stricken zu können, weil die Stricknadeln in der richtigen Größe fehlen. Die meisten Anleitungen haben ganz am Anfang eine Liste mit allem, was man braucht. Im Zweifel lieber ein Knäuel Garn zuviel als zuwenig kaufen; die meisten Wollgeschäfte nehmen unangebrochene Knäule wieder zurück.
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Maschenprobe stricken! Ich weiß, eigentlich will man lieber gleich mit dem richtigen Stricken anfangen. Die Zeit, die ihr spart, wenn ihr auf die Maschenprobe verzichtet, ist aber den späteren Ärger nicht wert. Der Pullover soll doch hinterher auch passen, oder? Die meisten Leute stricken nunmal nicht genau so, wie es in der Anleitung vorgesehen ist, sondern etwas lockerer oder fester. Außerdem kann man schwierige Muster oder neue Techniken in der Maschenprobe schon einmal ausprobieren, bevor es später ans Eingemachte geht.
Mehr zum Thema Maschenprobe findet ihr hier: www.strickmasche.de/techniken/maschenprobe
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Für jedes Teil (z.B. Vorderteil, Rückenteil, linker Ärmel, rechter Ärmel) jeweils eine Kopie der Anleitung machen (für den Privatgebrauch dürft ihr so viele Kopien machen, wie ihr wollt, solange ihr sie nicht an andere weitergebt). Beim Stricken kann man jetzt Zeile für Zeile alle Anweisungen durchstreichen, die man schon gestrickt habt. So sieht man immer genau, wo in der Anleitung man gerade ist (besonders hilfreich, wenn man mal ein paar Tage Pause gemacht hat).
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Wichtige Stellen farblich hervor heben: z.B. alle Angaben für die eigene Größe farbig anstreichen. Wenn in einer Anleitung mehrere Größen angegeben sind, dann meistens in der Form S (M/L/XL). Angenommen ich stricke die Größe L, dann markiere ich bei allen Angaben mit Klammern die Zahl nach dem ersten Schrägstrich. Zum Beispiel “in jeder zweiten Reihe 3x 2(3/3/4) Maschen abketten”
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Musterdiagramme größer kopieren: Egal ob Ajourmuster- (Lochmuster-) oder Farbdiagramme, meistens sind sie in Anleitungen recht klein abgedruckt, um Platz zu sparen. Ich kopiere mir diese Diagramme immer etwas größer. Damit ich nicht vergesse, an welcher Stelle im Muster ich mich gerade befinde, streiche ich die bereits gestrickten Reihen durch, oder ich klebe einen Haftnotizzettel unter die Reihe, die ich gerade stricken.
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Anleitungen für sich selber verständlich formulieren: Wenn die Anleitung schwierig zu lesen ist, z.B. weil sie viele Abkürzungen verwendet, hilft es oft, sie in eigenen Worten zu formulieren. Das hilft auch, wenn man mit Diagrammen nicht so gut umgehen kann: dann kann man die Anweisungen für jede Reihe in Worten ausschreiben. Oder umgekehrt, wenn die Anleitung z.B. für ein Lochmuster nur als Text vorliegt, kann ein kleines Diagramm oft helfen, das Muster besser zu verstehen.
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Wenn ein Teil der Anleitung unklar oder unverständlich ist, hilft es oft, die Anleitung laut vorzulesen, oder eine präzise Frage zu formulieren. Dadurch kommt man oft schon von selbst auf die richtige Lösung.
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Abzählkästchen für sich wiederholende Anweisungen: Damit ich den Überblick behalte, wie oft ich bestimmte Sachen schon gemacht habe (z.B. 8x je drei Maschen abnehmen) male ich mir kleine Kästchen oder Kreise auf meine Anleitungskopie. Die kann ich dann einzeln abstreichen, etwa so: ØØΟΟΟΟ
- Wenn doch mal was schiefgeht: keine Panik! Viele Fehler lassen sich beheben, ohne gleich alles wieder aufzuribbeln. Erst mal in Ruhe eine Tasse Tee trinken, und dann mal gucken, ob es nicht vielleicht reicht, die Reihe Masche für Masche wieder zurück zu stricken. Wenn’s gar nicht mehr weiter geht, helfen die netten Leute aus dem nächsten Wollgeschäft auch gerne weiter.
Thema: Stricken | Kommentare (1) | Autor: Annkari

