Naalbinding Socken

Diese Socken haben ich für einen Bekannen genadelt, der auf Mittelaltermärkten (und auch sonst) gerne etwas Warmes an den Füßen hätte. Dass sie etwas zu groß geraten sind ist Absicht: die Socken werden nämlich noch gefilzt, dabei laufen sie dann ein und passen sich der Fußform an.

Naalbinding Socken

Die Socken sind aus einem Dochtgarn aus reiner Schurwolle genadelt: „Caldo“ von Lana Grossa. Insgesamt habe ich ungefähr 130g Wolle gebraucht. Für den braunen Zierrand habe ich unbehandelte Wolle vom pommerschen Landschaf handgesponnen. Dabei habe ich gemerkt, dass es mir mittlerweile schon richtig schwer fällt, dickes Garn zu spinnen. Wenn ich mich da an meine schwangeren Regenwürmer bei den ersten Spinnversuchen erinnere …

Die Technik des Nadelbindens (auch Naalbinding genannt) gibt es schon viel länger als das Stricken oder Häkeln; die ältesten Funde stammen aus der Bronzezeit. Beim Nadelbinden wird ein Wollfaden mit Hilfe einer Nadel zu Knoten geschlungen, die ein Gewebe ergeben. Meistens wurden kleinere Kleidungsstücke wie Socken, Mützen oder Handschuhe mit dieser Technik hergestellt.

Ähnlich wie es beim Stricken verschiedene Muster gibt, kann man auch beim Nadelbinden durch unterschiedliche Knoten verschiedene Effekte erzielen. Bisher beherrsche ich leider nur den einfachen Anfängerknoten – aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Wer sich für das Thema interessiert, findet auf den Seiten von Flinkhand ausführliche Informationen: Naalbinding

Tags »

Autor:
Datum: Montag, 6. Februar 2006 12:12
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: FO (Fertiges), Socken

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Kommentar abgeben